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Allein den Begriff der Typographie zu fassen fällt schwer und der Versuch einer eindeutigen Definition noch mehr. Nur eines ist klar: Es geht um Schriften und gedruckte Lettern. Bereits in vorchristlicher Zeit setzten sich die Römer mit ihren Zeichensystemen auseinander und begannen eine standardisierte Schriftsprache zu manifestieren. Der moderne Typographiebegriff beschreibt die Anordnung von Schrift im Raum und deren Wirkungen. Nicht nur professionelle Mediendesigner bedienen sich täglich der Typographie, sondern auch vermeintliche Laien nutzen Techniken unbewusst.

Gute Typographie bemerkt man nicht

Die Auswahl der richtigen Schriftart ist komplizierter als angenommen und gerade im Bereich des Grafikdesigns, müssen viele Faktoren bedacht werden. Oberste Maxime einer jeden Überlegung muss es sein, dass der Inhalt und die Schrift im Einklang stehen. Jedermann kennt Beispiele in denen eine Aussage der Darstellung völlig konträr gegenübersteht. Kindergartenfest – ist ein typischer Fall. Das „K“ der Frakturschrift wirkt auf den ungeübten Leser wie ein „R“ und schon entsteht ein völlig falscher Begriff. Inhalt und Schriftart gehen nicht Hand in Hand und schon wirkt der vermeintlich freundliche Hinweis verstörend. Durchdachte Typographie bemerkt man nicht, Fehler jedoch sofort.

Eines der wichtigsten Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Schriftart ist das Verhältnis von Text und Bild auf einer Seite. Sehr kontrastreiche Schriften eigenen sich nicht für lange Texte, da sich das Auge auf die vermeintlich immer wechselnden Formen nicht einstellen kann und schnell ermüdet. Wenn allerdings Bilder den Textblock auflockern oder nur kurze Beschreibungen in wenigen Zeilen abgehandelt werden sollen, bieten sich die Schriftarten durchaus an.

Die unterschiedlichen Darstellungsweisen von Ziffern

Wer sich einmal die unterschiedlichen Schriftarten in einem Textverarbeitungsprogramm ansieht, erkennt auf den ersten Blick viele Unterschiede. Ein schönes Beispiel dafür sind Ziffern, deren Einbindung in den Text und die daraus resultierende Wirkung. Zahlen werden grundsätzlich in Normalziffern (auch Majuskelziffer genannt) und Mediävalziffern (oder Minuskelziffern) unterschieden.

Die Zahlenreihe -123456- ist in einer Schriftart mit Normalziffern eingebettet. Deutlich ist zu erkennen, dass die einzelnen Zeichen nicht über die Zeile nach oben oder unten herausragen. Diese Darstellungsform wirkt nüchtern und neutral und eignet sich daher besonders, wenn Zahlen außerhalb von Fließtexten zum Einsatz kommen beispielsweise in Tabellen oder Kontaktdaten. Die gleiche Ziffernreihe -123456- in einer Minuskelschrift bettet sich harmonischer in einen Text ein, da die Längen nicht auf der Grundlinie beginnen beziehungsweise enden, sondern mitfließen und beispielsweise auf die Unterlänge eines kleinen „g“ rücken. Vor allem Texte mit vielen statistischen Angabenlassen sich soangenehmer lesen.

Diese einfachen Denkanstöße decken längst nicht die Grundlagen der Typographie ab und sollen es auch gar nicht. Vielmehr möchten sie sensibilisieren. Viele Menschen machen sich um die Visualisierung ihrer eigenen Sprache keine großen Gedanken und dabei gibt es so viel zu entdecken. Weite interessante Punkte der Typographie stellen beispielsweise die Schriftentwicklung oder Kategorisierung dar und mit ein wenig Grundwissen in diesen Bereichen lassen sich viele Fehler umgehen und einige Fettnäpfchen vermeiden.

Quelle: , Redaktion der Online Druckerei www.flyerpilot.de


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