Ich finde es interessant und spannend, zu lesen, wie sie ihr Talent entdeckten, sich gegen Widerstände durchsetzen mussten gegen ihre Zeit, gegen damalige Kunst-Trends usw...was sie beim Malen empfunden und gedacht haben, was sie ausdrücken wollten...
Ein paar der besten, die ich kenne, stelle ich hier mal vor und bitte Euch, die Sammlung zu ergänzen, wenn Ihr empfehlendwerte Bücher zum Thema kennt..
Das erste ist eine Romanbiografie der italienischen Barockmalerin Artemisia Gentileschi:
Susan Vreeland: Die Malerin
Artemisia (1593-1653) war die Tochter eines berühmten Malers (Orazio Gentileschi) und lernte daher malen, was zu ihrer Zeit sehr ungewöhnlich war. Sie war sogar so begabt, dass sie als erste Frau überhaupt in die Akademie der Künste in Florenz aufgenommen wurde (und zwar, weil man vergessen hatte, Frauen davon auszuschließen!) und zum Leidwesen ihres weniger begabten, ebenfalls malenden Ehemannes.
Der Roman erzählt lebendig, unterhaltsam und spannend, wie ihr Leben verlief (als Malerin und später alleinerz. Mutter) und hält sich dabei sehr eng an die wahre Biografie Artemisias. Das Buch wäre sogar spannend, wenn das alles erfunden wäre, aber das ist es nicht.
(Was ich unverschämt von Verlag finde: auf dem Titel ist ein Ausschnitt aus einem Gemälde ihres Vaters (!) zu sehen statt aus einem Bild von Artemisia....und wer das Buch gelesen hat und dadurch diesen Vater"kennt", wird sich noch mehr über diese Frechheit ärgern!)
bei Tante Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Artemisia_Gentileschi
Amazon: http://www.amazon.de/Die-Malerin-Roman- ... 516&sr=1-1
Zweitens, ebenfalls von S. Vreeland, die übrigens nur Romane über KünstlerInnen schreibt:
Susan Vreeland: Mädchen in Hyazinthblau
Hier geht es um ein (fiktives) Gemälde von Jan Vermeer - und zwar wird die Reise dieses Gemäldes rückwärts erzählt: wo befindet es sich heute, wo war es während des Krieges, wem gehörte es davor.....bis es im letzten Kapitel auf der Staffelei des Malers steht und gerade gemalt wird. Da Vermeer 1632-75 lebte, ist das Bild natürlich durch viele Hände gegangen, immer wieder verkauft worden, war bei den unterschiedlichsten Menschen, denen es etwas bedeutet hat, die es beeinflusst hat...diese Reise erzählt der Roman.
http://www.amazon.de/M%C3%A4dchen-Hyazi ... 277&sr=1-1
Ebenfalls mit Vermeer beschäftigt sich ein Roman, der wundervoll verfilmt wurde, aber dennoch auch das Lesen lohnt:
Tracy Chevalier: Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Das ist die fiktive Geschichte um die Entstehung dieses wohl berühmtesten Bildes von Vermeer - über den die Biografen in Wirklichkeit so gut wie nichts wissen, außer, dass er eben sehr viele Kinder und sehr viele Schulden hatte....jedenfalls: so könnte es gewesen sein.
http://www.amazon.de/Das-M%C3%A4dchen-m ... 854&sr=1-1
Der nächste Roman ist reine Fiktion...wie zum Glück alles bei Stephen King:
Stephen King: Wahn
Wer sich normalerweise zu sehr gruselt, um Stephen King zu lesen, braucht das hier nicht....der Roman ist kaum gruselig im Stil der "Alten" Romane von ihm, sondern von anderer Art.... und besonders wir Malenden können uns leicht in die Situation der Hauptperson versetzen....
Es geht um einen Bauunternehmer, der sich von einem verheerenden Unfall auf einer einsamen Insel erholen will und dort Monate allein in einem (fast dem einzigen) Haus dort verbringt. Er fängt an zu malen, um sicvh die Zeit zu vertreiben; nach einiger Zeit stellt er fest, dass seine Bilder anfangen, sich sozusagen von selbst zu malen, und dabei handelt es sich nicht um einen Flow, wie wir ihn kennen.....seine Bilder werden Visionen kommender Ereignissse und können Ereignisse beinflussen - sie entwickeln ein Eigenleben.
Zu dem King-Roman habe ich ein Bild gemacht (mit ArtRage):
