{"id":35,"date":"2008-07-03T20:15:03","date_gmt":"2008-07-03T19:15:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kunstkurs-online.de\/kunst-blog-msa\/allgemein\/kunstlerportrait-andreas-gursky\/"},"modified":"2008-08-05T17:03:40","modified_gmt":"2008-08-05T16:03:40","slug":"kunstlerportrait-andreas-gursky","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunstkurs-online.de\/kunst-blog-msa\/fotografieren\/kunstlerportrait-andreas-gursky\/","title":{"rendered":"K\u00fcnstlerportrait &#8211; Andreas Gursky"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem gro\u00dfen Teil der zeitgen\u00f6ssischen und der modernen Kunst kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen. Aber letztes Jahr habe ich einen modernen K\u00fcnstler aus dem Bereich der Fotografie entdeckt. Ich rede von einem gewissen Andreas Gursky, einem der derzeit bekanntesten Fotografie-K\u00fcnstler der Welt.<\/p>\n<p>Ich war auf seiner Ausstellungen im Haus der Kunst in M\u00fcnchen und war gleich begeistert. Ich habe bereits schon vorher einige Fotografien von ihm in einem Buch \u00fcber Moderne Kunst gesehen, was mir erst zu diesem Zeitpunkt aufgefallen war. Die Bilder hatten mich schon damals (in klein) beeindruckt.<\/p>\n<p>Das besondere an Andreas Gruskys Bildern ist, dass sie auf riesigem Format gedruckt sind und meistens endlose Details in gro\u00dfer Sch\u00e4rfe besitzen. Dadurch k\u00f6nnen sie sozusagen in doppelter Weise betrachtet werden: Einmal aus der N\u00e4he und ein zweites Mal aus der Distanz, wo die Fotografien\u2013 wie der K\u00fcnstler selbst zu sagen pflegt &#8211; zu Megazeichen werden.<\/p>\n<p>Andreas Gursky will mit in seinen Fotografien allt\u00e4gliche Ph\u00e4nomene abbilden, um damit die Realit\u00e4t wiederzugeben. Die Bilder stellen Lebenssituationen dar, die beim Betrachter unterschiedlichste Gef\u00fchle hervorrufen. Oft wei\u00df man sofort, was der K\u00fcnstler mit der Fotografie aussagen wollte.<\/p>\n<p>So zeigt zum Beispiel das Bild \u201e99 Cent\u201c eine Supermarkt-Landschaft aus Regalen gef\u00fcllt mit schier endlos vielen bunten Produkten. Zwischen den Regalen kann man vereinzelt die K\u00f6pfe von Menschen sehen, die anonym \u2013 geradezu isoliert \u2013 durch die Regale wandern.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich verbildlicht diese Fotografie einfach die Anonymit\u00e4t und die Einsamkeit, mit der sich die Menschen in den heutigen Mega-Citys konfrontiert sehen.<\/p>\n<p>Andreas Gursky ist gegenw\u00e4rtig der teuerste Fotograf der Welt. Da er pro Jahr maximal 10 Fotografien in jeweils 6-facher Auflage produziert, sind seine Arbeiten sehr begehrt. Zum Beispiel wurde das bereits beschriebene Bild \u201e99 Cent\u201c 2006 bei Sotheby\u2019s in New York f\u00fcr umgerechnet 1,7 Millionen Euro versteigert.<\/p>\n<p>Andreas Gursky macht au\u00dferdem nicht nur einfache Fotos. Seit 1992 ging er dazu \u00fcber seine analogen Fotografien digital zu bearbeiten. W\u00e4hrend es anfangs nur kleinere Eingriffe waren, sind es inzwischen gesamte Bildwerke, die Andreas Gursky digital erstellt.<\/p>\n<p>Hier noch ein paar Daten zu Andreas Gursky:<\/p>\n<p>Andreas Gursky wurde am 15.01.1955 in Leipzig geboren. Sein Vater sowie sein Gro\u00dfvater waren beruflich Werbefotografen, so war ihm sein Talent sozusagen bereits in die Wiege gelegt. Andreas Gursky studierte von 1987 bis 1981 Visuelle Kommunikation an der Universit\u00e4t-Gesamthochschule Essen. Danach absolvierte er ein Studium an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf, das er 1987 abschloss. Heute lebt Andreas Gursky zusammen mit der Kunstsammlerin Julia Stoschek in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem gro\u00dfen Teil der zeitgen\u00f6ssischen und der modernen Kunst kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen. 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