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Licht in der Malerei einsetzen


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Erst das Licht gibt einem Gemälde Tiefe, Dramatik und die passende Präsenz sowie – damit eng verbunden – eine ganz eigne Atmosphäre. Allerdings gehört zur Lichtführung auch, dass Dunkelheit und Schatten gemalt werden - erst im Kontrast zwischen diesen beiden Extremen entwickelt sich der Raum mit seiner leuchtenden Farbigkeit. Wie wird Licht nun genau eingesetzt? Wie kann die Illusion von Licht in der Malerei erzeugt werden?

Wie kannst Du Lichtverhältnisse malen?

Schatten sind dunkel, alles andere ist hell und farbig - das fasst es im Prinzip zusammen. Allerdings ist es in der Malerei dann doch nicht mehr so einfach. Im ersten Schritt musst Du Dir über die Lichtführung klar werden. Das passiert schon vor dem Malen. Willst Du ein gerichtetes Licht wie beispielsweise eine starke Sonneneinstrahlung aus einer bestimmten Richtung malen? Oder befindet sich im Bild eine starke Lichtquelle, die in alle Richtungen strahlt? Manche Gemälde zeigen sogar ein Spotlight, das wenig streut, sondern als heller Lichtkegel einen bestimmten Bereich des Gemäldes hervorhebt.

Licht von Lampe malen
Ölgemälde mit beeindruckender Licht-Wirkung

Und dann gibt es noch indirektes Licht: In diesem Fall wird Helligkeit von einer Oberfläche reflektiert. Es entstehen keine starken Schlagschatten, sondern lediglich Halbschatten - und die auch noch in verschiedenen Richtungen.

direktes & indirektes Licht zeichnen und malen
Vergleich zwischen direktem und indirektem Licht

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Licht ist da, wo der Schatten fehlt

Du stellst in der Malerei das Licht selbst nicht dar, wenn sich die Lichtquelle nicht im Gemälde befindet. lediglich die Abwesenheit von Schatten zeigt an, wo Licht ist. Umgekehrt ausgedrückt: Wenn die Sonne von "hinten" in den Bildausschnitt scheint, sind die Schlagschatten "vorne", also vor dem gezeichneten oder gemalten Objekt. Befindet sich zusätzlich rechts eine helle Fläche im Bild, die das Licht reflektiert, wird aus dem fast schwarzen Schlagschatten ein blaugrauer Halbschatten, der sich außerdem nach links in die Diagonale bewegt und nicht mehr frontal "vor" dem Objekt zu sehen ist. Der Schatten befindet sich also immer genau gegenüber vom Licht, und er wird grundsätzlich mit höherer Lichtintensität dunkler.

Licht und Schatten malen
Gemälde eines Gebäudes mit Lichteinstrahlung von links

Im vorhergehenden Bild ist ein Beispiel zu sehen, in dem die Sonne von links scheint und die Schatten des Gebäudes folglich auf die rechte Seite geworfen werden. Zudem kann man in diesem Bild noch weitere Licht-Effekte erkennen: Zum einen sind in einigen Fenstern Lichter dargestellt, zum anderen haben mehrere Autos leuchtende Scheinwerfer, welche sich zudem noch auf dem Boden spiegeln. Insgesamt spielt das ganze Gemälde sehr stark mit verschiedenen Arten von Licht.

Leucht- & Licht-Effekte malen
Detailaufnahme des Bildes – Leuchtende Scheinwerfer und Lichter in den Fenstern

Wir malen mit Farben, nicht mit Licht

Auf glatten Oberflächen hinterlässt Lichteinfall eine Reflexion. Du solltest also immer daran denken, einen hellen oder weißen Fleck dort zu malen, wo das Licht gerade auf ein Objekt fällt. Besonders schwierig ist es, wenn Du spiegelnde Oberflächen in Deinem Gemälde zeigst. Denn die reflektieren nicht nur die Helligkeit, sondern bei entsprechendem Winkel eben auch andere Objekte, die sich im oder knapp außerhalb des gezeigten Bildausschnitts befinden.

Gegenlicht malen
Romantische Szene im Gegenlicht

Für die Farben bedeutet Lichteinfall dagegen: Je heller der Lichteinfall, desto mehr Weiß solltest Du in die reine Farbe einmischen, um sie zu brechen. Die höchste Farbintensität liegt in der Mitte zwischen Licht und Schatten. Je schattiger es wird, desto mehr Blaugrau legst Du über die Farben. Wenig Blau, viel Grau, und vor allem solltest Du in diesem Fall nicht die Farben mischen, sondern die entsprechenden Bildbereiche durch das Übereinanderlegen von lasierenden Schichten vorsichtig schrittweise verschafften. Das braucht etwas Übung.
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