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Tuschezeichen lernen

von Markus Agerer

Eine sehr bekannte und weit verbreitete Zeichentechnik ist das Zeichnen mit Tusche. In diesem Zeichen-Tutorial für Anfänger wird gezeigt wie man das Zeichnen mit Tusche lernen kann. Es werden die Grundtechniken vermittelt und einige hilfreiche Tipps gegeben.

Infos zu den nötigen Zeichenutensilien findet Ihr hier: Zeichenutensilien Tuschezeichnen

Zeichentechnik für das Zeichnen mit Tusche

Wer das Zeichnen mit Tusche lernen will, muss ein paar Dinge wissen, um starten zu können. Das gilt auch für alle, die bisher nur mit dem Bleistift gezeichnet haben. Denn es gibt kleine aber feine Unterschiede zwischen den beiden Zeichentechniken.

Beim Zeichnen mit Tusche arbeitet man mit Linien und Punkten. Größter Unterschied im Vergleich zu einem Bleistift ist, dass man mit der Tuschefeder bzw. dem Stift die Intensität des Farbauftrags (bzw. Tuscheauftrags) nicht verändern kann. Konkret bedeutet das folgendes: Während man beim Bleistift stärker oder schwächer aufdrückt, um einen kräftigen dunklen oder einen feinen hellen Strich zu machen, bleibt beim Zeichnen mit Tusche nur die Wahl zwischen Strich ja oder Strich nein.

Tuschezeichnung
Beispiel für eine Tuschezeichnung - Krake von Markus Agerer

Tonverläufe (Licht-Schatten-Verläufe) mit Tusche zeichnen

Tuschezeichnen Schraffur

Aus dem oben genannten Grund, zeichnet man Tonwertverläufe - also Licht-Schattenverläufe – beim Zeichnen mit Tusch mit Hilfe von Schraffuren und Punktrastern. Soll ein Bereich dunkler gezeichnet werden, verdichtet man einfach die Schraffur bzw. das Punktraster.

Beim Schraffieren gibt es außerdem unterschiedliche Methoden, so zum Beispiel die Kreuzschraffur, bei der man in unterschiedlicher Richtung schraffiert. Mit ihr gelingen Schattenverläufe relativ gleichmäßig und mit ein bisschen Abstand entsteht die visuelle Wirkung eines fließenden Tonwertverlaufs.
In den drei Zeichnungen rechts kann man Schattenverläufe sehen, die mit drei unterschiedlichen Schraffur-Techniken dargestellt wurden. Oben sieht man eine Schraffurtechnik, die mit nur einer Linienrichtung arbeitet. Die Zeichnung in der Mitte zeigt eine Kreuzschraffur, bei der die Linien in zwei Winkeln angeordnet wurden. Im Bild unten ist der Verlauf mit einer Kreuzschraffur mit sogar vier Winkeln gezeichnet.

Aus dem gezeigten Beispiel erkennt man, dass der Schattenverlauf bei der Schraffurtechnik mit nur einer Linie nicht so gut zu erkennen ist. Gleichmäßiger ist das Ergebnis bei der Kreuzschraffur. Wobei die Kreuzschraffur dunkler und gleichmäßiger wird, je mehr Linienrichtungen gezeichnet sind.

Anzeige - Diverse Zeichenutensilien - Tusche-Zeichnen

                                

Im folgenden Bild sind weitere Beispiele für Schraffurtechniken abgebildet:
1. Linien in vertikaler Richtung
2. Linien in horizontaler Richtung
3. Kreuzschraffur mit Linien in zwei unterschiedlichen Richtungen (+45° / -45°)
4. Kreuzschraffur mit drei Linienrichtungen (+45°/ -45° / 90°)
5. Kreuzschraffur mit vier Linienrichtungen (+45°/ -45° / 90° / 0°)

Tuschezeichnen Schraffur
Unterschiedliche Schraffurtechniken für das Zeichnen mit Tusche

Schraffurtechnik anwenden

Je nach dem was man zeichnen will, kann man mit den unterschiedlichen Schraffiertechniken auch unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel kann man mit der Linienrichtung eine bestimmte Struktur darstellen oder zumindest andeuten. Oder man passte die Form und Richtung der Schraffurlinien beim Zeichnen der Form des Zeichenobjekts an. Im Bild unten ist zum Beispiel eine Schraffur gezeigt, die einen runden Körper andeuten kann.

runde Schraffur
Verrundete Kreuzschraffur zur Darstellung von Runden Körpern
runde Schraffur



In den folgenden beiden Zeichnungen kann man Beispiele hierfür sehen. Bei dem Kraken wurden die Schatten mit runden Strichen dargestellt. Das passt zum Körper der Krake, welcher schließlich auch rundlich ist – Kraken haben nur wenige Ecken und Kanten ;-) .



Im Gegensatz dazu wurden bei der Fantasierfigur, die eine Art Roboterspinne darstellt, verschiedene Kreuzschraffur-Techniken angewendet. Auch das passt zum Körper dieser mechanischen Figur, da sie hauptsächlich aus geraden Flächen und kantigen Körpern besteht.

Noch zwei Spezial-Tipps für alle, die das Zeichnen mit Tusche lernen wollen:
Wenn man dezente Graustufen zeichnen möchte, kann man die Tusche (insofern man eine Zeichenfeder verwendet und keinen Tuschestift) auch mit Wasser verdünnen. Außerdem kann man die Tuschezeichnen mit Aquarellfarben noch kolorieren, also farbig machen. Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass man wasserfeste Tusche verwendet.


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