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Was ist ein Stillleben?

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Darstellungen von unbewegten und unbelebten Szenen werden Stillleben genannt. Dabei werden Gegenstände wie Blumen, Jagdwild, Geschirr, Gerätschaften usw. nach formalen und ästhetischen, später auch symbolischen und allegorischen Kategorien gemalt.

Man verbindet Stillleben vor allem mit den Niederlanden, da sie dort 1650 in einem Bilderverzeichnis so benannt wurden. Man unterscheidet Jagdstück, Küchenstück oder Blumenstillleben. Eine selbständige Stilform sind Stillleben seit dem 17. Jahrhundert.

Stillleben im Laufe der Geschichte

Bereits die Spätantike kannte vergleichbare Malerei an Wänden, so etwa in Pompeji. Analog ist die Seiden- und Porzellanmalerei in China und Japan einzuordnen. Im Mittelalter dominierte eine Malerei mit Aussage. Gegenstände als Motiv, ohne Absicht und Aussage, hatten da keinen Raum. Zwischen dem 14. Und 15. Jahrhundert findet man auf Gemälden durchaus arrangierte Gegenstände und Pflanzen. Aber diese waren oft, wie bei Robert Campin oder Jan van Eyck, als Allegorie gedacht.

Austernfrühstück Stilllebe Pieter Claesz
Austernfrühstück - Replikat eines Stilllebens von Pieter Claesz, 1660

Später sind Stillleben auf Wandverkleidungen und Altarflügeln zu bewundern.
Es deutet sich damit ein Wandel an: Die Szene christlichen Inhalts tritt hinter einem prachtvoll gemalten Stillleben zurück, etwa bei Pieter Artsens Bild "Christus bei Maria und Martha" aus dem Jahr 1553. Was folgte bis zum 17. Jahrhundert sind die Vanitasbilder (vanitas bedeutet Leere). Hierbei werden pralles Leben mit der Vergänglichkeit konfrontiert: Es tauchen Totenköpfe, Sanduhren, Insekten und welke Blumen auf. Gleiche Thematik enthalten Büßer- und Einsiedlerszenen.

Zeichnung Stillleben Cezanne
Skizze eines Stilllebens von Paul Cezanne
„Stillleben mit Vorhang, Krug und Obstschale“, ca. 1894

Stillleben ab dem 17. Jahrhundert

Jetzt kam die Blütezeit dieser Stilform, besonders in den Niederlanden, aber auch in Spanien und Italien. Manche Maler wurden nach ihren Lieblingsmotiven benannt, etwa Jan Bruegel, der Ältere als "Blumenbruegel".

Stillleben Malerei
gemaltes Stillleben mit Schachteln und Kiste

In der akademischen Kunst Frankreichs fand das Stillleben keine Anerkennung. Dennoch versuchten sich auch bekannte Künstler wie Francois Desportes oder Jean-Simeon Chardin an Stillleben.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts griffen Impressionisten und Realisten Stilmittel des Stilllebens auf. Bis heute werden mit dem Stillleben immer wieder neue Inhalte ausgedrückt.


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