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Eitempera selbst herstellen

Eitempera ist schon seit der Antike bekannt und war bis zum Aufkommen der Ölfarbe im 14. Jahrhundert eines der hauptsächlichen Malmittel für Künstler. Sie diente zum Beispiel zur Anfertigung von Mumienportraits und wird bis heute traditionell für Ikonen oder für die Untermalung von Ölgemälden verwendet, die in Lasurtechnikeentstehen. Allerdings eignen sich Leinwände wegen ihrer Flexibilität nicht für den alleinigen Einsatz dieses Malmittels. Eitempera besteht vollständig aus natürlichen Komponenten ohne Chemikalien oder Erdölprodukte, vergilbt nicht, ist dauerhaft beständig und lichtecht.

Eitempera-Farben selber herstellen

Eitempera selbst herstellen ist sehr einfach. Dazu musst du lediglich Ei, Leinöl und Wasser im Verhältnis 1:1:1 mischen, bezogen auf das Volumen, und kräftig verrühren oder in einer geschlossenen Flasche schütteln. Am besten vermischst du zuerst nur das Ei und das Öl, bevor du Wasser hinzugibst. Anschließend verrührst die Pigmente der gewünschten Farbe mit der Emulsion. Die Menge der Pigmente hängt davon ab, welche Konsistenz und spätere Deckkraft du erreichen willst. Zum weiteren Andicken der Eitempera kannst du auch einfach Kreide beimischen, zum Verdünnen erneut Wasser hinzugeben.

Rezept für Eitempera Farben:

  • 1 Teil Ei
  • 1 Teil Leinöl
  • 1 Teil Wasser
  • Farbpigmente

Wie man Eitempera-Farben selber machen kann

Öl und Wasser stoßen sich normalerweise ab und gehen nur schwer eine dauerhafte Verbindung ein. Das Ei oder genauer - das Lecithin im Ei - dient dazu, eine Emulsion herzustellen, also eine gleichmäßige Mixtur aus fett- und wasserhaltigen Flüssigkeiten. Man bezeichnet dies auch als temperierte Mischung, daher der Name Eitempera.

Wenn du etwas Erfahrung mit der Herstellung von Eitempera gesammelt hast und nach einigen fertiggestellten Bildern weißt, wie sich die Farbe beim Malen verhält, lohnt es sich, ein wenig zu experimentieren. So gibt es beispielsweise Künstler, die statt des ganzen Eis nur das Eigelb bzw. Dotter verwenden oder auch die doppelte Menge Wasser hinzufügen. Als Malmittel kannst du Balsamterpentinöl und/oder eine Lösung aus Dammarharz verwenden. Das Harz sorgt dafür, dass jede Farbschicht beim Malen mit Eitempera etwas fetter ausfällt.

Die Handhabung von Eitempera

Da Eitempera relativ rasch verdirbt, solltest immer nur kleine Mengen herstellen und möglichst sofort verarbeiten. Du kannst die reine Mischung - also ohne Farbpigmente - auch zum Lagern in den Kühlschrank stellen. Wenn sie gut verschlossen ist und keine Verunreinigungen enthält, kann sie sich ein paar Wochen oder sogar Monate halten.

Eitempera trocknet sehr schnell, ist danach aber wasserfest und sehr lange beständig und entfaltet eine wunderbare Leuchtkraft und Farbintensität. Wenn du die Trocknung trotzdem beschleunigen willst, kannst du eine 25-prozentige Dammarharzlösung im Verhältnis 1:3 (Gewichtsanteile) mit Terpentinöl vermischen und unter die Eitempera rühren.


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