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Zusammengesetzt aus den beiden lateinischen Worten „ex“ und „primere“, was soviel heißt wie „ausdrücken“, handelt es sich beim Expressionismus* um eine „Ausdruckskunst“, die in viele kulturelle Bereiche wie beispielsweise der Malerei, Musik, Literatur, Architektur und sogar dem Kino Einzug hielt. So überraschend es auch klingen mag, der Expressionismus weist mit seinen zahlreichen unterschiedlichen Ausdrucksformen viele Merkmale der Romantik auf.

Aufkommen des Expressionismus

Eine erste Nutzung des Begriffs Expressionismus, zunächst als Umschreibung der Bilder fortschrittlicher Maler wie Franz Marc oder Wassily Kandinsky, kann mit dem Jahr 1911 datiert werden. Kurz darauf verwandte man den Begriff jedoch vermehrt für literarische Werke, in denen Autoren hauptsächlich Bezug auf die künstliche Außenwelt, das innere Ich des Menschen und die Aussicht auf Erneuerung nahmen. Sowohl eine sich rasant entwickelnde und verändernde Welt als auch der erste Weltkrieg gaben expressionistischen Künstlern hinreichende Verwirklichungsmöglichkeiten.

Expressionismus - GemäldeKämpfende Formen, von Franz Marc, 1914 (Replikat)

Beim Expressionismus kann man nicht eindeutig von einem Stil sprechen, es ist treffender, ihn als künstlerische Bewegung zu betiteln, in welcher Künstler einer jungen Generation ihrem Lebensgefühl Ausdruck verleihen.

Auch vor den silbernen Leinwänden machte der Expressionismus keinen Halt. Erich Pommers Film „Das Kabinett des Dr. Caligari“ aus dem Jahre 1919 ist ein Paradebeispiel für expressionistisches Schaffen im Filmgeschäft. Auf einem Jahrmarkt Set, über Dächern der Stadt und in einem Irrenhaus, erzählt der Film die Geschichte des sehr mysteriösen Dr. Caligari, der seine Assistentin hypnotisiert und somit zum Töten anstiftet.

Merkmale des Expressionismus

Betrachtet man die unterschiedlichen Werke expressionistischer Künstler aus Musik, Architektur, Literatur oder der Malerei, so fällt auf, dass nicht die objektive Wirklichkeit dargestellt wird, sondern vielmehr subjektive Reaktionen und Empfindungen gefordert werden, um Verborgenes zu erkennen oder Ereignisse zu erwecken. Wir sehen und erleben den Expressionismus* durch Attribute wie Primitivismus, Verzerrung, Erschütterungen, Übertreibung, und Fantasie sowie durch die lebendige, gewalttätige oder dynamische Anwendung der formalen Elemente.

Expressionismus - Malerei und Kunst
Tirol, von Franz Marc, 1914 (Replikat)

Im Bereich der Malerei tritt der Expressionismus* als die Kunst auf, die Wirklichkeit durch Übertreibung, kräftige und sichtbare Pinselführung sowie kräftiger Farbe zu verfälschen, um so die Visionen und Gefühle eines Künstlers auszudrücken.


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